Tresore im Haus – so sind Wertsachen sicher verwahrt

Klassische Verwendungen für Tresore ist die sichere Aufbewahrung von Geld und Schmuck. Aber auch Urkunden und wichtige Unterlagen über Vermögen und Rechtsverhältnisse bleiben darin langfristig gut geschützt. Allerdings sollten für die Auswahl des optimalen Tresors Kriterien beachtet werden. Denn nur dann bleiben die geliebten Werte vor unbefugtem Zugriff oder anderem Unheil geschützt.

Zugelassene Tresormodelle einbauen

Sichere Tresore besitzen eine Zulassung, die an einer Plakette auf der Innenseite der Tresortür angebracht ist. Zertifizierende Institute sind die VdS-Schadenverhütung oder die European Security Systems Association, die gültige Norm für die Zulassung DIN-EN 45011. Beim Gewicht bezeichnen Experten solche Tresore ab 200 kg aufwärts aus ausreichend sicher. Geldkassetten oder Blechschränke schützen kleinere Werte vorübergehend. Mit der soliden Bauweise eines Einmauerschranks können diese allerdings nicht mithalten. Ein Schlüssel für einen Tresor mag für kleine Varianten und geringfügigen Schutzbedarf sinnvoll sein.

Zur Aufbewahrung beachtlicher Vermögenswerte oder wichtiger Unterlagen sind Schlüsselmodelle riskant. Ebenso sollten nur die engsten Vertrauten in der Familie Kenntnis von einem vorhandenen Tresor bekommen. Optimal sind Schlossvarianten mit einem individuellen Code. Dieser wiederum muss wie ein Schlüssel außer Reichweite des Tresors verwahrt werden, zumindest während der Abwesenheit der Inhaber. Der Ort der Aufstellung ist für die Sicherheit weniger relevant. Denn versierte Einbrecher sind mit nahezu allen ausgeklügelten Verstecken vertraut.

Tresor nicht im Alleingang anschaffen

Die Sicherheit von Tresoren ist in Widerstandsgrade eingeteilt. Je nach Verwahrungszweck schreiben Versicherungen für Vermögen und Unterlagen hier bestimmte Mindestwerte vor. Verweigerten Ersatz vermeiden Haus- und Wohnungsinhaber, indem sie vor der Anschaffung mit der zuständigen Versicherung die gültigen Sicherheitsbestimmungen absprechen. Um spätere Streitigkeiten zu vermeiden, sollten diese Bestimmungen schriftlich angefordert werden. Gleichzeitig erleichtert das entsprechende Dokument beim Kauf die Auswahl des optimalen Tresormodells. Grob kann von solchen Vorgaben ausgegangen werden:

– Einfacher Verschluss bis 1.000 Euro (Barvermögen und wertige Unterlagen)
– Sicherheitsstufe S1 bis 5.000 Euro
– Sicherheitsstufe S2 bis 20.000 Euro
– Tresor in Kombination mit Alarmanlage ab 20.000 Euro
– Dicke Wände mit Spezialfüllung ab 40.000 Euro

Zu beachten ist auch, dass Versicherungen nur bestimmte Wertsachen als schützenswert und somit den Tresor als ersatzfähig anerkennen. Eventuell lohnt sich bei größerem Schutzbedarf der Abschluss einer Valorenversicherung. Diese kostet nur wenig mehr als eine Hausratversicherung und ist für Werte ab 20.001 Euro empfehlenswert.

Fazit

Ein Tresor sollte schwer im Eigengewicht und schwer zugänglich für unbefugte Dritte sein. Je weniger Menschen davon wissen, umso besser sind die verwahrten Inhalte vor einer Fremdentnahme sicher. Optimal ist eine exakte Absprache mit der zuständigen Versicherung vor der Anschaffung des richtigen Modells.